Page 6 - Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen in der Grundschule
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80%. Dabei sind die Schulen hierzulande im internationalen Vergleich gut ausgerüstet“
schreibt die Wochenzeitung WOXX am 5. November 2019.
Gemäß dem Rapport thématique „Le bilan de l’évaluation systémique de l’éducation au
Luxembourg“ (ONQS, 2020) lässt sich in Bezug auf Chancengleichheit aus mehreren
internationalen Studien, allen voran die PISA-Studie und die luxemburgischen Épreuves
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standardisées , ableiten, dass das luxemburgische Bildungssystem extrem ungerecht ist im
Hinblick auf den sozioökonomischen, migrantischen und sprachlichen Hintergrund der
Schüler*innen. Bereits die MAGRIP-Studie von 1968 hat auf den Einfluss dieser Merkmale
hingewiesen.
Afin de remédier à l’un ou l’autre déficit flagrant d’un système éducatif, il ne suffit pas de
se limiter à des aspects spécifiques ou d’engager des actions limitées, mais il s’impose
de développer une vision partagée du système éducatif et de la transposer dans une
stratégie de mise en œuvre de réformes pertinentes. (ONQS, 2020, S. 46)
Laut dem ONQS (Observatoire national de la qualité scolaire) ist eine gemeinsame Vision aller
Partner*innen des Schulsystems wichtig, um Defizite eines Schulsystems zu beheben: eine
Vision, die Politiker*innen, Lehrkräfte, Eltern und andere Teilnehmende einbindet - eine Vision,
die sowohl auf der Makroebene als auch auf der Mikroebene getragen wird.
Diese Arbeit beschränkt sich im Folgenden auf die Medienbildung, das Vermitteln der digitalen
Kompetenzen bei Schüler*innen. Die Zeit der Pandemie hat aufgezeigt, dass das
Vorhandensein einer guten informatischen Infrastruktur und die große Verfügbarkeit an
digitalen Ressourcen und Werkzeugen an den Schulen halfen, Fernunterricht zu garantieren
und einigermaßen erfolgreich die schwierige Zeit zu überwinden. „Le fait que le Luxembourg
résiste relativement bien à la pandémie sur le plan scolaire est également dû aux
investissements réalisés dans le cadre de la stratégie Digital(4)Education.” Doch
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Technologie allein reicht nicht aus, es bedarf auch einer gemeinsamen Vision zu einer
effizienten pädagogischen Nutzung. Der Forschungsgegenstand der Arbeit sind die beiden
bildungspolitischen Digitalisierungs-Strategien Digital(4)Education aus dem Jahr 2015 und
einfach digital aus dem Jahre 2020. Durch qualitative Datenerhebungen wird untersucht,
inwiefern diese Maßnahmen zu einer gemeinsamen Vision bei Akteur*innen auf der System-
9 https://www.woxx.lu/luxemburgs-schuelerinnen-haben-schlechte-digitalkompetenzen/ (abgerufen am 18.05.2022)
10 Die Épreuves Standardisées (EpStan) sind ein standardisiertes Instrument des Bildungsmonitorings in Luxemburg. Sie
erfassen jährlich auf verschiedenen Schulstufen die Kompetenzen in schulischen Schlüsselbereichen, zentrale Aspekte der
Unterrichtsqualität, des Schul- und Klassenklimas und der Lernmotivation unter Berücksichtigung der sozioökonomischen
und soziokulturellen Herkunft der Schüler*innen. Mehr Informationen zu den EpStan sind unter folgender Adresse abrufbar:
https://epstan.lu/ (abgerufen am 18.05.2022)
11 https://men.public.lu/fr/actualites/communiques-conference-presse/2021/12/09-Bildungsbericht.html (abgerufen am
18.05.2022)

